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Thor-Masters 2012 in Nyköbing


Von Jörg Richter - Pressereferent DRB

Nyköbing – Einen guten Start ins olympische Jahr hatten die deutschen Ringer im griechisch-römischen Stil, bei den Thor-Masters 2012 in Nyköbing (Dänemark). 21 Vereine und Verbände hatten insgesamt 77 Athleten auf die Matten geschickt, um noch einmal eine Standortbestimmung vor den im April anstehenden Olympia-Qualifikationswettkämpfen in Sofia (BUL), Taiyuan (CHN) und Helsinki (FIN) vorzunehmen. Vor allem die russische Mannschaft glänzte nach den für sie doch enttäuschenden Weltmeisterschaften in Dänemark mit vier Mal Gold. In zwei Gewichtsklassen vereitelten deutsche Ringer weitere russische Erfolge, Frank Stäbler (66 kg/TSV Musberg) und Mirko Englich (96 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) blieben ungeschlagen und sicherten sich den Turniersieg in ihren Gewichtsklassen.

Frank Stäbler wuchs gleich in der ersten Begegnung über sich hinaus und bezwang den Russen Yuri Denisow in 2:0 Runden mit 2:0 und 3:1. Stäbler ließ weitere Siege über Artsiom Wesialou (Weißrussland), Marios Thommesen (Norwegen) und Danielo de Feola (Schweden) folgen, im Finalkampf bezwang der Musberger Grzegorz Wanke (POL), den er auch schon bei den Weltmeisterschaften 2011 in Istanbul aus dem Rennen warf.

Mirko Englich stand nach Siegen über Radoslaw Grzybicki (Polen) und Marthin Hamlet Niesen (Norwegen) im Finale, wo der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2008 in Peking (CHN) seinen Kontrahenten Rustam Totrow (RUS) in einem spannenden Duell mit 2:1 Runden (2:0, 0:2, 3:2) bezwingen konnte.

Zweimal Bronze gab es in Nyköping durch Erik Weiß (60 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und Timo Badusch (74 kg/KSV Köllerbach). Erik Weiß unterlag im zweiten Vorrundenduell gegen den Russen Aslan Abdullin in 0:2 Runden (0:4, 0:1), packte jedoch drei weitere Erfolge auf sein Konto und behielt dann auch im Kampf um Bronze gegen Hakan Nyblom (DEN) die Oberhand.

Auch Timo Badusch musste sich einem Russen beugen, der Saarländer unterlag Roman Wlasow in 0:2 Runden (0:1, 1:2), blieb jedoch im weiteren Turnierverlauf 5 Mal erfolgreich und kämpfte sich so in dieser, mit 23 Athleten stark besetzten Gewichtsklasse, ins kleine Finale um Bronze, das er gegen Arkadiusz Kulynycz (Polen) gewann, einen Rundenrückstand drehte Badusch gegen den Polen noch zu einem 2:1-Erfolg (0:3, 5:0, 3:0). Fabian Jähnicke (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) patzte gegen den Polen Arkadiusz Kulynycz in 1:2 Runden (1:0, 0:1, 2:2), gewann jedoch vier Begegnungen und unterlag im letzten Duell noch einmal dem Rotinier Mark ‚O Madsen (Dänemark). Damit stand der Oderstädter in der Endabrechnung auf Rang fünf.

Ricardo Melz (120 kg) kam auf Rang vier über die Ziellinie, Rolf Linke (96 kg) kämpfte sich wie Fabian Jänicke auf den 5. Platz, während Tom Linke (84 kg), Christoph Bast (60 kg/alle RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und Jan Rotter (74 kg/SV Triberg) auf dem 7. Rang über die Ziellinie rutschten, Marc Wentzke (66 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) erreichte den 8. Rang seiner Gewichtsklasse.

„Eine bärestarke Leistung der Athleten und ein guter Einstieg für dieses Jahr“, freute sich Bundestrainer Jannis Zamanduridis über die vorderen Platzierungen und hofft dabei natürlich auf eine Fortsetzung, wenn die Kämpfe um die Olympiateilnahme anstehen.


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