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Ringer-Bund will SV Untergriesbach härter bestrafen


- aus Gründen der Fairness
Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) will den SV Untergriesbach härter bestraft sehen, hat Berufung gegen das Urteil des Rechtsausschusses I eingelegt. „Aus Fairness-Gründen“, begründet Dieter Lehrian, DRB-Vizepräsident Recht. „Aber wir haben nichts gegen den Verein.“

Weiter im Blickpunkt des Deutschen Ringer-Bundes: der SV Weiß-Blau Untergriesbach. (Foto: Binder/rogerimages.de)Von Michael Witte - Heimatsport.de
In quasi erster Instanz hat der Rechtsausschuss I des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) den SV Untergriesbach zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt und den Club in die Oberliga Bayern zurückgestuft. Doch damit ist der DRB nicht einverstanden, hat Berufung eingelegt. „Das ist ein ganz normaler Vorgang“, sagt Dieter Lehrian, DRB-Vizepräsident Recht, der die Berufung formuliert hat. Im Verhältnis zu anderen Vereinen werde der SVU mit dem Urteil milder behandelt, „aus Fairness-Gründen müssen wir jetzt so handeln“, es gelte der Grundsatz: Gleiches Recht für alle. Und deshalb kann Lehrian auch nicht verstehen, warum die „Sportrechtssache SVU“ so hohe Wellen schlägt: „Die werden nicht so hart bestraft und dann regt sich die ganze Republik auf.“

Lehrian versichert unterdessen, nichts gegen den Club aus dem Landkreis Passau zu haben: „Jeder Verein ist mir wichtig“, sagt der Anwalt aus Bickenbach (Hessen). Beim Urteil des Rechtsausschusses kritisiert der DRB-Funktionär unterdessen, dass sich die Beteiligten darüber bei einer mündlichen Verhandlung „verständigt“ hätten. Bei dem Termin in Schwetzinger, bei dem sich u.a. Richter Manfred Zipper und die SVU-Verantwortlichen über die Gründe für die 0:36-Niederlage im Relegations-Hinkampf gegen Musberg ausgetauscht haben, war Lehrian - und damit der DRB - selbst nicht persönlich anwesend. „Ich habe mich von meiner Erscheinungspflicht entbinden lassen“, sagt der Anwalt, der dafür bei der zeitgleich stattfindenden Bundesliga-Tagung in Darmstadt gegenwärtig war. Der Termin dieser wichtigen Tagung sei Zipper lange bekannt gewesen. „Ich verstehe deshalb nicht, warum der Richter nicht kurz die Verhandlung in Schwetzingen unterbrechen konnte, um vor dem Urteil mit dem DRB Rücksprache zu halten. Denn er wusste ja, dass wir dieser Strafe nicht zustimmen.“
Dem ist nach den Worten von Lehrian so, weil die DRB-Strafordnung eine Rückstufung um zwei Klassen in der Landesorganisation vorsieht, der SVU in der Oberliga Bayern würde aber nur eine Klasse bedeuten.
Und wie geht‘s jetzt weiter? Nach Ablauf aller Fristen wird Markus Schädler, Rechtsanwalt aus Würzburg, die Parteien zu einer Verhandlung vor dem DRB-Rechtsausschuss II einladen, diese ist noch nicht terminiert. Was kann da passieren? „Das ist ergebnisoffen“, sagt DRB-Anwalt Lehrian.


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