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"Es ist eine Schande, was da abläuft"
Feb 14 2012 00:00 |
FoxRacer38
in Liga
"Es ist eine Schande, was da abläuft"
Felix Hagenbruch hält dem Verein trotz der Planungsunsicherheit die Treue.
Bei den Ringern des TSV 1899 Benningen kehrt einfach keine Ruhe ein. Mitte Dezember hatte der Deutsche Ringer-Bund (DRB) den Verein wegen Unsportlichkeit und Manipulationsverdacht angezeigt. Ab da galt es für den Verein, zweigleisig zu planen - für die drohende Verbandsliga und die 2. Bundesliga. Eine Entscheidung, in welcher Liga die Ringer in der kommenden Runde auf die Matte gehen werden, sollte in einer Verhandlung Ende Februar fallen. Diese fand nun bereits statt. Das Ergebnis: Der TSV 1899 Benningen wurde zum Abstieg in die Oberliga sowie zu einer Geldstrafe verurteilt. Wer nun aber denkt, damit ist die Sache klar, der irrt. Denn der Deutsche Ringer-Bund hat gegen die Entscheidung seines eigenen Rechtsausschusses Berufung eingelegt.
"Jetzt ist wieder alles offen", ärgert sich Siegfried Theilacker, Abteilungsleiter des TSV 1899 Benningen, der gehofft hatte, dass nach der Verhandlung endlich Ruhe einkehren wird und die Planungen für die kommende Saison voranschreiten können. Doch dem ist nicht so. Vielmehr wird der Ärger immer größer. Denn nicht nur der Deutsche Ringer-Bund, auch der Württembergische Ringerverband (WRV) hat gegen die Entscheidung, die nach Aussagen von Theilacker in der Verhandlung "einvernehmlich getroffen wurden", Berufung eingelegt. Zu den Gründen heißt es in der Pressemitteilung, die der TSV 1899 Benningen am Sonntagmittag von seinem Rechtsanwalt herausgeben hat lassen: "Der WRV hat ebenfalls Berufung eingelegt, da er der Meinung ist, es greife in seine Autonomie ein, von einem Organ des DRB vorgegeben zu bekommen, in welche Liga er eine Eingruppierung des TSV Benningen vorzunehmen hat." Siegfried Theilacker selbst sagt direkt: "Da spielen Rivalität und Neid eine große Rolle." Nachdem sich nun die Hoffnungen auf eine schnelle Einigung zerschlagen haben, hat der Verein auch noch einmal reagiert und ebenfalls Berufung eingelegt. "Nun strebt der TSV die vollständige Rehabilitierung und Aufhebung sämtlicher gegen ihn und seine Sportler ergangenen Entscheidungen an", heißt es.
Das in der Verhandlung vor dem Rechtsausschuss beschlossene Urteil hatten die Benninger auch nur akzeptiert, ohne dass damit irgendein Schuldeingeständnis verbunden gewesen wäre. "Wir haben uns auf dieses Urteil eingelassen, da wir auf eine schnelle und befriedigende Lösung aus waren, um uns wieder ganz dem Sport zu widmen", erklärt der Abteilungsleiter. Da dies nun nicht der Fall ist, fordert der Verein seine vollständige Rehabilitation. "Es kann sein, dass sie uns dann wieder in die 2.Bundesliga eingliedern müssen", sagt Theilacker, für den die Liga inzwischen aber eine "traurige Liga" ist. Denn ähnliche Situationen wie beim TSV werden auch in Zukunft auftreten, wenn man die Strukturen nicht ändert, meint der Abteilungsleiter. "Es wird wieder so kommen, dass eine Mannschaft aufsteigen soll, die kein Geld hat", sagt er. Der Verein selbst muss nun erst einmal warten, bis ein neuer Verhandlungstermin festgesetzt ist. Die Einspruchsfrist gegen das verkündete Urteil läuft bis heute. "Dann werden wir sehen, wo wir in der kommenden Runde kämpfen", sagt Theilacker, für den das ganze Dilemma derzeit nur eines ist: "Es ist traurig, lächerlich und eine Schande, was da abläuft."
Von Julia Spors
Quelle: Marbacher Zeitung
Felix Hagenbruch hält dem Verein trotz der Planungsunsicherheit die Treue.
Bei den Ringern des TSV 1899 Benningen kehrt einfach keine Ruhe ein. Mitte Dezember hatte der Deutsche Ringer-Bund (DRB) den Verein wegen Unsportlichkeit und Manipulationsverdacht angezeigt. Ab da galt es für den Verein, zweigleisig zu planen - für die drohende Verbandsliga und die 2. Bundesliga. Eine Entscheidung, in welcher Liga die Ringer in der kommenden Runde auf die Matte gehen werden, sollte in einer Verhandlung Ende Februar fallen. Diese fand nun bereits statt. Das Ergebnis: Der TSV 1899 Benningen wurde zum Abstieg in die Oberliga sowie zu einer Geldstrafe verurteilt. Wer nun aber denkt, damit ist die Sache klar, der irrt. Denn der Deutsche Ringer-Bund hat gegen die Entscheidung seines eigenen Rechtsausschusses Berufung eingelegt.
"Jetzt ist wieder alles offen", ärgert sich Siegfried Theilacker, Abteilungsleiter des TSV 1899 Benningen, der gehofft hatte, dass nach der Verhandlung endlich Ruhe einkehren wird und die Planungen für die kommende Saison voranschreiten können. Doch dem ist nicht so. Vielmehr wird der Ärger immer größer. Denn nicht nur der Deutsche Ringer-Bund, auch der Württembergische Ringerverband (WRV) hat gegen die Entscheidung, die nach Aussagen von Theilacker in der Verhandlung "einvernehmlich getroffen wurden", Berufung eingelegt. Zu den Gründen heißt es in der Pressemitteilung, die der TSV 1899 Benningen am Sonntagmittag von seinem Rechtsanwalt herausgeben hat lassen: "Der WRV hat ebenfalls Berufung eingelegt, da er der Meinung ist, es greife in seine Autonomie ein, von einem Organ des DRB vorgegeben zu bekommen, in welche Liga er eine Eingruppierung des TSV Benningen vorzunehmen hat." Siegfried Theilacker selbst sagt direkt: "Da spielen Rivalität und Neid eine große Rolle." Nachdem sich nun die Hoffnungen auf eine schnelle Einigung zerschlagen haben, hat der Verein auch noch einmal reagiert und ebenfalls Berufung eingelegt. "Nun strebt der TSV die vollständige Rehabilitierung und Aufhebung sämtlicher gegen ihn und seine Sportler ergangenen Entscheidungen an", heißt es.
Das in der Verhandlung vor dem Rechtsausschuss beschlossene Urteil hatten die Benninger auch nur akzeptiert, ohne dass damit irgendein Schuldeingeständnis verbunden gewesen wäre. "Wir haben uns auf dieses Urteil eingelassen, da wir auf eine schnelle und befriedigende Lösung aus waren, um uns wieder ganz dem Sport zu widmen", erklärt der Abteilungsleiter. Da dies nun nicht der Fall ist, fordert der Verein seine vollständige Rehabilitation. "Es kann sein, dass sie uns dann wieder in die 2.Bundesliga eingliedern müssen", sagt Theilacker, für den die Liga inzwischen aber eine "traurige Liga" ist. Denn ähnliche Situationen wie beim TSV werden auch in Zukunft auftreten, wenn man die Strukturen nicht ändert, meint der Abteilungsleiter. "Es wird wieder so kommen, dass eine Mannschaft aufsteigen soll, die kein Geld hat", sagt er. Der Verein selbst muss nun erst einmal warten, bis ein neuer Verhandlungstermin festgesetzt ist. Die Einspruchsfrist gegen das verkündete Urteil läuft bis heute. "Dann werden wir sehen, wo wir in der kommenden Runde kämpfen", sagt Theilacker, für den das ganze Dilemma derzeit nur eines ist: "Es ist traurig, lächerlich und eine Schande, was da abläuft."
Von Julia Spors
Quelle: Marbacher Zeitung












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