Zum Inhalt wechseln


Partner

Wrestler Sport

Sport Fetzer

Foeldeak

Deutscher Ringer-Bund


Liga Datenbank

Liga-Datenbank


Liga Datenbank

Ringen-Datenbank


Foeldeak Wrestling Database


Artikel Menu


videos Board Videos


Zufallsbild


  • DSC 0285



- - - - -

Benninger Ringer wehren sich vehement


Benninger Ringer wehren sich vehement

Ludwigsburg – Nach langem Hin und Her, zwei Urteilen und viel Aufregung beginnt alles noch einmal von vorne. Die Verwirrung ist komplett: Im Fall der Benninger Ringer legen nicht nur der Deutsche Ringer-Bund (DRB) und der Württembergische Ringer-Verband (WRV) Berufung ein, sondern jetzt auch der bös gebeutelte Verein.

Ausgangspunkt war im Herbst in der Schlussphase der Saison der 2. Bundesliga Süd die vom TSV Benningen offen eingeräumte Erkenntnis, dass ein Aufstieg seiner Mannschaft in die deutsche Eliteliga aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu schultern sei.
Der aussichtsreich auf Platz 1 liegende TSV taktierte daraufhin in den letzten Kämpfen hinsichtlich der Mannschaftsaufstellung dahingehend, dass sich Niederlagen einstellen mussten, so dass der Aufstieg am Saisonende kein Thema mehr war. Diese Vorgehensweise löste beim DRB großen Ärger aus. Die Verantwortlichen sahen darin einen Verstoß gegen das Gebot der Fairness und Sportlichkeit.
Am 15. Dezember 2011 verhängte der Rechtsausschuss I des DRB nach einem schriftlichen Verfahren drastische Strafen. 8000 Euro Geldstrafe für den Verein und Herabstufung in die Verbandsliga. Die Ringer Thorsten Dominik und Robin Reißinger wurden mit je 1000 Euro Strafe und einem Jahr Sperre belegt. Dies nahmen TSV-Vorsitzender Siegfried Theilacker und seine Mitstreiter nicht hin. Sie legten Einspruch ein und erwirkten in einer mündlichen Verhandlung am 21. Januar 2012 in Schwetzingen eine Milderung des Strafmaßes. Dabei war der DRB erstaunlicherweise nicht vertreten.
Das Urteil sah folgendermaßen aus: Die Geldstrafe wurde auf 5000 Euro reduziert, das Team nur bis in die Oberliga Baden-Württemberg strafversetzt. Die Sperren für die beiden Aktiven wurden aufgehoben und ihre jeweilige Geldstrafe auf 200 Euro reduziert. „Dass die Sportler keinen Schaden nehmen“, war für TSV-Manager Hans-Michael Raiser das Allerwichtigste.
Der Ludwigsburger Rechtsanwalt Dr. Joachim Rain, der den Verein vertritt, betonte gestern, dass der TSV das Urteil im Interesse der eigenen Planungssicherheit trotz Bedenken akzeptiert hätte, ohne dass damit irgendein Schuldeingeständnis verbunden gewesen wäre. Doch nun zeigt sich wiederum der Deutsche Ringer-Bund mit dem Strafmaß seines eigenen Rechtsausschusses nicht einverstanden. Und der WRV will nicht hinnehmen, dass ihm der DRB die Klasseneinteilung auf württembergischer Ebene vorschreibt. Beide Verbände gehen in die Berufung.
In dieser Situation erwacht wieder der Benninger Kampfgeist. Gestern legte Dr. Rain im Namen des TSV ebenfalls Berufung gegen das Urteil ein. Er legt Wert auf die Feststellung, dass dies lediglich als Reaktion auf die Berufungen von DRB und WRV erfolge. Nun strebt der Traditionsverein vom Neckar „die vollständige Rehabilitierung und Aufhebung sämtlicher gegen ihn und seine Sportler ergangenen Entscheidungen an“.
Der ganze Fall wird vor dem Rechtsausschuss II in Würzburg noch einmal aufgerollt.

Erich Wagner

Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung


0 Comments